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Der Blaue Wittelsbacher – teuerster Diamant der Welt

Er gilt als einer der schönsten Diamanten auf der Welt, ein Objekt der Begierde und 35,56 Karat schwer. Die Rede ist vom naturblauen Wittelsbacher, dem wohl teuersten Diamanten der Welt.

Neben seinem geschätzten Wert von ca. 4,5 Millionen Euro besitzt der Diamant einen ebenso unermesslichen historischen Wert.

Überlieferungen zur Folge soll das schmucke Stück seinen Ursprung in Indien haben. Blaue Diamanten sind extrem selten zu finden und somit ist das Prunkstück aus dem Hause Wittelsbacher eine absolut einzigartige Rarität. Aus den Minen eines Großmoguls Namens Jahangir soll er von Agra im Jahre 1664 in die Hände des spanischen Königs Philipp IV gelangt sein, welcher den Diamanten dann seiner Tochter zum Geschenk machte.

Seit 1806 war er dann in der Mitte der Kaiserkrone vom Maria Amalia platziert. Als Hochzeitsgeschenk des Kaisers Karl VII an seine Frau, der österreichischen Erzherzogin Maria Amalia wurde er sogar namentlich im Hochzeitsvertrag vermerkt. In der kaiserlichen Krone fand der Diamant so lange seinen Platz, bis nach dem ersten Weltkrieg die gestürzten Monarchen aufgrund von Geldnöten den Diamanten zu versteigern versuchten. Seither war der Diamant wieder unauffindbar und verschollen bis zum Jahre 1961.

Mit Hilfe eines namhaften Juweliers sollte er dann neu geschliffen und gewinnbringend verkauft werden, was leider nicht gelang. Erst 1965 trat der Diamant wieder in Form eines Geschenkes in Erscheinung. Kaufhausmogul Helmut Horten machte ihn seiner Frau Heidi zum Hochzeitsgeschenk.

Bis jetzt befand sich das Schmuckstück danach in einer Privatsammlung, wo es aktuell zum Verkauf freigegeben wurde und noch bis einschließlich 10. Dezember 2008 in verschiedenen Ausstellungsorten, darunter New York, Abu Dhabi, Dubai, Paris, Genf und auch Hongkong bewundert werden konnte. Zuletzt wurde der blaue Wittelsbacher für 18,7 Millionen Euro vom Aktionshaus Christie’s an einen Londoner Juwelier Namens Lawrence Graff versteigert. In den Besitz des bayrischen Adels ist das Schmuckstück zur Enttäuschung bayrischer Bürger somit nicht mehr.

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